Therapie in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM):
Die TCM besteht aus fünf Behandlungssäulen, die einzeln oder auch in Kombination angewendet werden:
Im Erstgespräch (Anamnese) werden die einzelnen Lebensgewohnheiten des Patienten angesprochen. Fragen nach der Ernährung, Schlafgewohnheiten, Familie, Beruf und Freizeit sind dabei nicht ungewöhnlich. Hier gilt es herauszufinden, was die Ursache für eine Beschwerde ist.
Ernährungstherapie
In der TCM spielt die Ernährung eine große Rolle. Die Nahrung wird nicht - wie bei uns - nur über den Vitamin- und Nährstoffgehalt definiert, sondern viel mehr nach dem energetischen Temperaturverhalten (kalt, kühl, neutral, warm, heiß) und der Geschmacksrichtung (bitter, süß, scharf, salzig, sauer). Dies ist wichtig, da die Chinesische Medizin nach Yin (Kälte) & Yang (Wärme) Syndromen differenziert und dies mit in die Therapie einfließen lässt. In der Ernährungsberatung erfährt der Patient, welche wärmende Nahrung er zu sich nehmen kann, wenn er friert oder welche Nahrungsmittel bei Husten zu meiden sind und welche vermehrt gegessen werden sollten. So kann er aktiv zu seinem Wohlbefinden beitragen. |
 |
 |
Akupunktur/Meridiane
Zu jedem inneren Organ gehört eine Energieleitbahn (Meridian). Diese Leitbahnen verlaufen durch den ganzen Körper und verteilen die Energie der einzelnen Organe gleichmäßig im Körper. Kommt es nun zu Störungen (Viren, Ärger, Wetter,...) dieses Systems, kann die Energie nicht mehr ungehindert fließen und es entsteht je nach Ursache ein Energie-Stau (Schmerzen) oder Energie-Mangel (Muskelschwäche) in der betroffenen Leitbahn. Entlang der einzelnen Energieleitbahnen befinden sich sog. Energielöcher, die Akupunkturpunkte. Diese werden mit einer dünnen, sterilen Einmalnadel stimuliert und so die Energie reguliert. Je nach Akupunkturpunkt verweilen die Nadeln ca. 2 – 25 Minuten dort. Es werden – in aller Regel schmerzfrei – 8 bis 18 Nadeln gesetzt.
Die Behandlungsdauer richtet sich nach der Grunderkrankung und Bedarf zwischen 10 bis 25 Behandlungen.
|
Kräutermedizin (Phytotherapie)
Die chinesische Kräutermedizin - in Form von Tee, Tabletten, Granulaten, Tinkturen oder Salben - ist eine weitere wichtige Behandlungsform der TCM. Ähnlich wie bei unseren einheimischen Kräutern wirken diese Substanzen über ihren Inhaltsstoff, als auch über die Thermik und Geschmacksrichtung (siehe Ernährungstherapie). |
 |
|
Tuina
Tuina ist eine chinesische Massageform, bei der durch eine gezielte Behandlungstechnik Schmerzen gelöst werden können und auch innere Organe behandelt werden. Gerade für Kinder ist dies eine sanfte Therapieform. |
Qigong & Tai Chi Chuan
Qigong beinhaltet Übungen und Bewegungsabläufe, die im Sitzen, Stehen oder Liegen durchgeführt werden können. Durch bewusste Bewegung und Atmung wird die Wahrnehmung, als auch die Konzentrationsfähigkeit geschult.
Tai Chi ist eine Bewegungskunst, die Gesundheitslehre, Meditation und Kampfkunst beinhaltet. Fließende Bewegungsabläufe fördern den freien Fluss des Qi – der Energie.
Somit helfen diese Übungen den Körper von Alltagsstress und Sorgen zu befreien.
|